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Steuler Anlagenbau betreibt die permanente Weiterentwicklung von bekannten und bewährten Rauchgasreinigungsverfahren, die sonst üblicherweise nur Großanwendungen vorbehalten waren und ermöglicht hierdurch deren technische Anwendung auch auf kleinere bis mittlere Ausbaugrößen. Diese konsequente Vorgehensweise machen Steuler Anlagenbau zu einem der führenden Nischenlieferanten für Rauchgasentschwefelungsanlagen für industrielle Applikationen als auch kleine bis mittlere Thermische Kraftwerke und Verbrennungsanlagen. Rauchgasentschwefelungsanlage nach dem sogenannten Kalkstein-/Gips-Verfahren ist ein klassisches, oft auch abwasserfreies nasschemisches Absorptionsverfahren zur betriebskosteneffizienten Abscheidung von Schwefeloxiden aus mittleren bis größeren Abgasströmen oder Abgasströmen mit mittlerer bis hoher Schwefeloxid-Beladung. Diese Verfahrenstechnik kann auch zur Abscheidung anderer Säuren wie Salzsäure oder Flußsäure angewendet werden und zeichnet sich durch seine hohe Zuverlässigkeit bei niedrigen Betriebskosten aus. Typischerweise werden Rauchgasentschwefelungsanlagen nach dem Kalkstein-/Gips-Verfahren zur Entschwefelung mittlerer bis größerer Rauchgasmengen aus
Steuler Rauchgasentschwefelungsanlage nach dem sogenannten Kalkstein-/Gips-Verfahren zeichnen sich durch ein besonders günstiges Kosten-/Nutzen-Verhältnis aus, was sich gerade bei größeren Schwefeloxidfrachten in deutlich niedrigeren Investitions- und Betriebskosten bei technisch als heute maximal darstellbarem Wirkungsgraden widerspiegelt. Obwohl Steuler Rauchgasentschwefelungsverfahren als klassisches Verfahren der Absorptionstechnik den sogenannten Nasswaschverfahren angehört sind die meisten bisher von Steuler ausgeführten Anlagen auch aufgrund der besonderen Kompetenz in Korrosionsschutzanwendungen abwasserfrei. Die sauren gasförmigen Schwefeloxide werden in der Waschflüssigkeit absorbiert und im Prozess durch Reaktion mit zugegebenem Absorbenz zu unlöslichem wiederverwertbarem Endprodukt Gips, also Kalziumsulfat mit hoher Reinheit, umgewandelt und aus dem Prozess durch Filtration abgeschieden. Als Absorptionsmittel finden meist die preiswerten Kalzium-Verbindungen Kalkstein oder Kalk Verwendung, in Ausnahmefällen sind jedoch auch Verbindungen wie ZnO, Mg(OH)2 oder Seewasser möglich. Da auch das Endprodukt Gips in der Regel einer industriellen Weiterverwertung in der Baustoffindustrie zugeführt werden, können zusätzliche Einsparungen für die Deponierung in Sondermülldeponien unter Tage erzielt werden. Soweit besondere Betriebsbedingungen ein Ausschleusen von Abwasser erfordern kann Steuler entsprechende maßgeschneiderte industrielle Abwasserreinigungsanlagen als Zusatzmodul anbieten Als ergänzende Verfahren zur Entschwefelung von Abgasen stehen insbesondere insbesondere für kleinere Abgasströme sogenannte Chemische Wäscher, typischerweise basierend auf Neutralisationsreaktionen mit Laugen (z.B. NaOH, NaHCO3, KOH,...), zur Verfügung. Steuler vertraut aufgrund seiner führenden Technikkompetenz im industriellen Korrosionsschutz sowie beim Bau von Beiz- und Etzanlagen beim Umgang mit hochaggressiven Medien auf den Einsatz korrosionsfreier thermoplastischer Kunststoffe im Wäscherbau. Abgaswäscher bis zu einer transportfähigen Abmessung bis zu einem Turmdurchmesser von bis zu 4 bis 5 Metern können von Steuler aufstellfertig vorgefertigt ausgeliefert werden. Nicht mehr transportable Abgaswäscher größerer Dimension erstellen wir in aller Regel vor Ort in der von uns entwickelten innovativen Stahlbeton-Bauweise mit innen liegendem mechanisch verankertem Steuler Bekaplast Auskleidungssystem für größere Abgaswaschtürme. |

